Shamil hat uns eine traurige Geschichte aus der Perestroika und Glasnost Zeit erzählt. Es gab dort bei ihm zu Hause eine Kolchose, die von einem sehr guten Mann geführt wurde. Der bekam vor langer Zeit 17 richtig gute Kabardinerstuten und hatte viel Verstand und züchtete gut und verbesserte diese noch zu wirklich sehr hoher Qualität und die Kolchose hatte später fast 100 Pferde. Als dann der sowjetische Umbruch kam, ging der Mann gerade in Rente und die neuen Leiter der Kolchose sahen keinen Nutzen mehr in den Pferden. Verkaufen konnte man sie auch nicht, also entschloss man sich sie zum Metzger zu bringen und trieb alle zusammen. Als Shamil das erfuhr holte er gleich den alten Leiter, aber als sie ankamen hatten bereits 3 Männer mit Gewehren alle Pferde mit 3 Jahren und Älter erschossen. Nur die jüngeren lies man leben, da sie noch zu wenig Gewicht hatten. Diese sollten dann in einem Jahr folgen.
Die 2.Aktion konnte dann aber verhindert werden und die Jungpferde wurden fast alle an gute Plätze verkauft und so blieb wenigstens ei Teil der Pferde erhalten. Eines dieser jungen Pferde ist übrigens Mamluk der heute Evi Wurth gehört.
Eine der älteren Stuten konnte irgendwie dem Massaker auch noch entkommen. Es ist eine graue Stute und diese hat dann Shamil gegen einen Ochsen eingetauscht und bei einem Bekannten untergestellt um sie in einem Jahr wieder zu holen. Der verkaufte sie dann aber und der karachaiische Käufer hat sie dann nicht mehr hergeben wollen, weil er sie schlachten wollte. Ein Freund von Shamil (Boris) hat sie dann aber doch zurückkaufen können.
Shamil hat immer Tränen in den Augen, wenn er diese Geschichte erzählt und ich kann wirklich verstehen warum.
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Abonnieren Kommentare zum Post [Atom]
<< Startseite