7.10.08

Die letzten Tage habe ich wieder einiges über unsere Deutsche Bahn gelernt. Auf eher kurzfristige Einladung der Tscherkessen habe ich beschlossen gestern am tscherkessischen Tag im Europaparlament teilzunehmen. Das gestaltete sich dann aber bei der Anfahrt schwierig. Also am Montag um 9:00 Uhr spätestens in Brüssel - www.bahn.de aufgerufen und los geht's. Züge gehen erst mal viele dorthin, immer wieder mit Superpreisen beworben, die nur 39€ kosten. Bei Buchung kommt dann aber bei allen raus, daß das nicht mehr verfügbar ist und statt dessen 141€ zu zahlen sind. Außerdem dauert es richtig lang nach Brüssel, ich muss von Plattling erst nach München, dann über Frankfurt nach Köln und dann über Aachen nach Brüssel. Außerdem gibt es ein Problem von Köln oder Aachen nach Brüssel. Dort fährt ein Zug namens Thalys, der nur mit Reservierung buchbar und zugänglich ist. Leider sind ALLE Züge am Sonntag und Montag voll - und damit kommt man nicht mehr hin. Wenn ich aber dann den raus nehmen will und halt langsamere Verbindungen nehmen, dann geht das nicht, denn dafür muss ich für die ganze Strecke alle ICE rausnehmen und dann brauche ich 2 Tage! Gut man kann dann jedes Einzelstück alleine nehmen, aber dann leider nicht mehr als ganzes buchen ...
Also suche ich erst mal nach günstigen Alternativen. Wie wäre es mit Bus? Von München fährt sogar ein Euroline-Bus und zwar über Nacht bis Brüssel - cool! Den nehme ich! Nur leider ist der auch schon voll ...
Also Flüge - aber leider sind die auch alle zu teuer.
OK, wieder zurück zur Bahn, denn mit dem Auto fahre ich ganz sicher nicht, denn am Dienstag will ich wieder in die Arbeit und dann müsste ich in der einen Nacht hin un din der anderen Nacht zurück fahren - das geht nicht.

Schliesslich habe ich dann noch einen Trick gefunden und zwar gibt es Nutella-Gutscheine mit denen man immerhin 25% sparen kann bei der Bahn - nur leider muss man dafür dann in einen Bahnhof, das kann man übers Internet nicht buchen. Gut, ich habe immerhin eine passable Verbindung gefunden und zwar von München über Nacht nach Köln, dann morgens nach Aachen und dann irgendiwe notfalls mit Mietwagen nach Brüssel. Da kann ich immerhin durchschlafen. Und dann finde ich sogar noch jemand, der mir das Ticket im Bahnhof mit meinem Nutellagutschein besorgt und dort in einem Restaurant bis abends hinterlegt (denn abends hätte der Bahnhof ja schon zu).

Also doch noch ein passables Ergebnis - oder? Nunja fast. Im Bahnhof gab es dann keine Plätze mehr in dem Nachtzug (im Internet komischer Weise schon) und ich musste nun mit ICE fahren und mitten in der Nacht um 2 in Frankfurt umsteigen und dort 1 Stunde warten. Aber immerhin klappt es!

Und noch ein Glücksfall: Roderich aus Aachen kommt auch mit nach Brüssel und ist bereit mich zu fahren - also das Problem auch gelöst - dabei wollte ich ja probieren irgendwie in den Thalys probeiren, aber Roderich meinte das wäre sinnlos, da am 5. und 6.10. die Belgische Bahn eh streikt - kaum zu glauben!

Gut, also geht es dann um 21:00 Uhr los, umsteigen in München in einen vollen ICE in dem ich glücklich noch einen freien Platz kriege und dann wird er immer langsamer - in Frankfurt haben wir dann über 30 min Verspätung. Aber das ist ja sogar gut, denn so konnt eich länge im Zug schlafen und muss nur kurz auf den näcshten warten. Bloss der hat dann in Köln AUCH wieder 30min. Verspätung angesammelt und ich verpasse meinen Anschluss nach Aachen um ca. 15 Sekunden (die Tür geht nicht mehr auf, obwohl er noch steht als ich hinkomme).
Eine Stunde später bin ich dann doch in Aachen und dann noch mal 2 Stunden später in Brüssel. Mehr dazu dann demnächst in einem Bericht auf www.kabardiner.de - nur so viel: sehr spannend und beeindruckend wars - und es war echt toll, daß Roderich und sein Sohn Joel auch dabei waren - SUPER.

Der Rückweg war dann auch anders als geplant. Eigentlich wollt eich mit einem Tscherkessen nach München zurückfahren, aber der war dann nicht gekommen ... (achja bei der Hinfahrt war auch mal ein Tscherkesse im Gespräch, der mich aus Köln mitnehmen kann, aber der ist dann auch nicht gefahren). Also wieder Zug. Roderich nimmt mich wieder zurück nach Aachen mit und es geht eigentlich ganz gut bis Nürnberg, dann mit dem Zug nach Regensburg - doch halt - wie sollte es anders sein, auf der Strecke wird diese Nacht gebaut und ich kann nur bis Parsberg mit einem Ersatzbummelzug und muss dann mit dem Bus(!) weiter nach Regensburg, der dann jeden kleinen Bahnhof unterwegs anfährt. Ich komme dann um 1:10 in Regensburg an und obwohl ich auf dem Weg mit dem Bus an der Wohnung meines Bruders vorbeifahre (wo ich eigentlich übernachten will), darf mich der Bus da leider wegen der Versicherung nicht raus lassen und ich muss dann 20(!) Minuten zurücklaufen.

Ein "bisschen" KO übernachte ich dann bei meinem Bruder und bin dann um 7:00 Uhr wieder in der Arbeit um den verlorenen Tag reinzuholen ...

Anstregend wars ja schon ... aber auch mal interessant - passt scho! (Bloss die Bahn hat sich mal wieder echt nicht mit Ruhm bekleckert)

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